Rathaus
Das bekannteste Gebäude der Stadt ist das den Marktplatz beherrschende Rathaus. Es gehört zu den größten baukünstlerischen Leistungen der Backsteingotik im Norden Deutschlands.
Das Rathaus entstand, als die mittelalterliche Stadt im 15. Jahrhundert ihre wirtschaftliche Blütezeit erreicht hatte. Tangermünde gehörte dem Städtebund der Hanse an, der größten Handelsmacht im Norden Europas. Das Haus veranschaulicht so recht den Reichtum des damaligen städtischen Patriziats wie auch die politische Macht der alten Ratsgeschlechter. Gleichzeitig bekundete das Rathaus die erreichte Selbstverwaltung der Stadt und deren relative Unabhängigkeit vom Landesherrn, dem Markgrafen von Brandenburg.

Der Ostflügel des Rathauses mit seiner prächtigen 24 m hohen Schauwand wurde um 1430 errichtet. Etwa 50 Jahre später wurde die Gerichtslaube angebaut.
In der oberen Etage befinden sich der Rathausfestsaal und das Trauzimmer.
Im Erdgeschoss und in den Kellerräumen zeigt das Museum eine stadtgeschichtliche Ausstellung.



