Der Kapitelturm

Der Turm aus rotem Backstein erhebt sich auf einer Grundfläche von 9,80m x 6,70 m über sechs Stockwerke zu einer Höhe von ca 50 m empor. Reste einer Feldsteinmauer, die den Turm umgaben, sind heute noch sichtbar.
Vom 16. bis 18. Jahrhundert diente der Turm als Getreidespeicher für die Einkünfte des Berliner Domkapitels. Darauf ist die auch heute noch gebräuchliche Bezeichnung Kapitelturm zurückzuführen. Der Wunsch Kaiser Wilhelm II. war es, dem Kapitelturm das mittelalterliche Erscheinungsbild zu geben, dazu war die Rekonstruktion des Obergeschosses und des Daches erforderlich. Die Arbeiten begannen Ende des 19. Jahrhunderts. Nach der Verstärkung der Mauern mit Beton wurde das oberste Geschoss so ausgeführt, dass es der mittelalterlichen Ausprägung möglichst nahe kommt. Weiterhin wurde das flache Walmdach durch ein steiles Walmdach ersetzt. Ihrem Abschluss fand diese historisierende Erneuerung im Jahre 1903.
Für das 20. Jahrhundert ist lediglich die Nutzung des Kapitelsturms als Werk-statt und Lagerhalle der Tangermünder Kanusportler in den 50er Jahren nachweisbar.
Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten in den Jahren 2002/2003 wird der Kapitelturm seit Mai 2003 als Aussichtsturm genutzt.

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