Auf einer Hochfläche über der Elbe liegt die vor etwa 1000 Jahren im Schutze einer Burg entstandene Stadt. Wer sie kennt versteht, dass Tangermünde das bewahren möchte, was Menschen im Laufe von Jahrhunderten geschaffen haben.

Tangermünde ist das touristische Highlight in Sachsen-Anhalts Norden. Die fast lückenlos erhaltene Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert mit ihren stolzen Toren, der reizvolle Kontrast von Fachwerkhäusern und Backsteingotik, eine Burg die hoch über der Elbe thront - dieses Fleckchen Altmark umgibt ein unverwechselbares Flair. Und dank der 1991 begonnen Stadtsanierung präsentiert sich Tangermünde heute so schön wie nie.
Das Neustädter Tor im Süden ist die stimmungsvollste Einladung ins denkmalgeschützte Zentrum. Mit zwei Türmen und reichen Verzierungen zählt die Anlage aus dem 14. und 15. Jahrhundert zu den prächtigsten dieser Art in Norddeutschland. Fußgänger gelangen durch einen Schutzweg um den Rundturm ins Herz der Stadt. Nach wenigen Schritten zeigt sich die bunten Fachwerkfassaden geprägt, lebendige Einkaufsmeile. Galerien, Kunsthandwerk und Spezialitäten mischen sich mit den Dingen des täglichen Bedarfs. alle paar Schritte verführen originelle Cafes und Restaurats zur Einkehr: zum Beispiel eine ehemalige Schule, eine alte Brauerei, eine Kirche, ein Schloss. Mitten auf dem Marktplatz demonstrierten die Patrizier im 15. Jahrhundert ihren Wohlstand mit einem Rathaus, dessen Anblick bis heute bezaubert. Eine 24 Meter hohe dreiteilige Giebelwand ziert dieses Meisterwerk aus der Hansezeit. Im Erd- und Kellergeschoss befindet sich das Stadtgeschichtliche Museum. Dort begegnet dem Besucher eine legendäre Tangermünderin: Grete Minde. 1617 brannte die Stadt fast vollständig ab. "Margarethe Mündten" wurde als Brandstifterin auf dem Scheiterhaufen hingerichtet. Schuldig oder unschuldig? Darüber streiten bis heute die Gelehrten.

Aus dem Altstadtensemble ragt der Turm von Sankt Stephan hoch hinaus. Der Ursprung der Kirche liegt im 12. Jahrhundert, ihr Ausbau zur gotischen Hallenkirche begann im 14. Jahrhundert. Unweit davon befindet sich die Burg. Tangermündes Charme will zwischen diesen auffälligen Schönheiten im Zentrum und dem Blick in die Kopfsteingepflasterten Seitengassen entdeckt werden. Dort warten so einmalige Gebäude wie der "Buhnenkopf", Sitz des Tourismusverbandes Altmark, oder die Salzkirche aus dem 15. Jahrhundert, eine der gefragtesten Kulturstätten der Region.

Wer neben der Stadt das Umland und die Schönheiten der Natur kennen lernen möchte, findet hierzu Gelegenheit bei Wanderungen oder Radtouren durch die naturbelassenen Elbtalauen.

wieter zum Rathaus …